Egal, was kommt …

Michaela Breihan

 

Adieu!

Egal was kommt, es wird gut, sowieso
Immer geht ne neue Tür auf, irgendwo
Auch wenn´s grad nicht so läuft, wie gewohnt
Egal, es wird gut, sowieso.

(Song „Sowieso“ Mark Foster)

 

 

 

Liebe Gemeinde!

Der Songtext beschreibt meine jetzige Lebenssituation. Die letzten Jahre sind nicht so gut gelaufen, waren insgesamt geprägt von vielen Abschieden.

Wie Sie wissen, ist mein Mann Pfarrer Harald Wilhelm nach längerer schwerer Krankheit am 19. März verstorben. Dies ist für unsere Familie ein tiefer Einschnitt.

In den letzten Jahren habe ich dabei unsere Gemeinde so erlebt, wie man sie sich im Bilderbuch vorstellt. Menschen aus der Gemeinde und dem Presbyterium haben mir den Rücken freigehalten, damit ich meinen Mann über lange Wochen täglich in der Uniklinik besuchen konnte. Sie haben meine Kinder zur Mal- oder Musikschule gefahren, sie am Abend begleitet und vieles mehr gemacht. Dafür bin ich unendlich dankbar. Was ich aber auch gemerkt habe: diese schönen und guten Erinnerungen lähmen mich in meinem Dienst und das ist nicht gut für die Gemeindearbeit. Deshalb habe ich mich auf eine Funktionspfarrstelle beworben und werde ab 1. August 2018 an einem Berufskolleg in Krefeld Evangelische Religionslehre unterrichten. Für mich und meine Kinder „geht ne neue Tür auf“ – damit auch für Sie als Gemeinde, „egal, es wird gut, sowieso“. Auf meine Kollegin Pfarrerin Ilona Schmitz-Jeromin und dem Presbyterium wird in der Übergangszeit viel Arbeit zukommen. Vieles in der Gemeinde ist im Um- und Aufbruch. Ich hoffe, dass Sie sie nach ihren Kräften unterstützen werden mit einem Gebet, Spenden, guten Gedanken und ehrenamtlichen Engagement. Auf Sie alle kommt es an. Sie sind die Gemeinde.

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2. Tim 1,16.

Für Ihre/Eure Zukunft wünsche ich allen Gottes Segen!

Drei Evensongs in den Sommermonaten

Evensong – ein Abendlob nach anglikanischer Tradition mit einem festen Ritus, jahrhundertealt und bis heute lebendig: Auch in der Christuskirche soll in den kommenden Monaten diese attraktive Form zwischen Gottesdienst und Abendmusik einmal monatlich ausprobiert werden.

Der erste Evensong findet am Sonntag, den 10. Juni um 18 Uhr mit der Seniorenkantorei statt. Zu hören sein werden Lieder englischer Herkunft, Motettensätze alter Meister und als festen Bestandteil ein Magnificat und Nunc dimittis.

Die weiteren Termine sind: Sonntag, der 22. Juli mit dem Fun-Vocal-Chor und Sonntag, der 2. September mit der Ev. Singgemeinde jeweils um 18 Uhr.

Der Eintritt ist frei, Spenden für die Kirchenmusik werden erbeten.

Die Turmsanierung der „alten Dame“ – eine Fotostrecke

Herr Rolf Krämer, Fotograf aus Oberhausen begleitet und dokumentiert fotografisch die Turmsanierung unserer Christuskirche, der „alten Dame“ und mit über 150 Jahren ältesten Kirche in Oberhausen. An dieser Stelle werden wir so alle Oberhausenerinnen und Oberhausener auf dem Laufenden halten und über die Fortschritte informieren.

 

Die Christuskirche – Unsere alte Dame plaudert weiter

„Ich bin ja immer noch aufgeregt! Haben Sie es auch mitgekriegt: Letzte Woche war ich in der Zeitung! Sogar mit Bild!
Hoffentlich hat keiner bemerkt, dass ich vor Verlegenheit ein bisschen rot geworden bin. So viel Aufmerksamkeit für eine alte Dame. Da fühle ich mich sehr geehrt.
Wobei: ein wenig peinlich ist es mir schon, wenn ich höre, wie viel Geld für mich ausgegeben wird.
Und neulich-stellen Sie sich das mal vor- hörte ich sogar, wie einer im Vorübergehen sagte:
„So viel Schotter für ein Lifting! Die muss ja wirklich eitel sein! Andere Kirchen sehen schließlich auch alt aus!“
Da wäre ich beinahe aus meinem Korsett rausgesprungen und hätte ihm ein paar Takte gesagt:
Lifting! So ein Blödsinn! Ich mag meine Falten und Runzeln, die gehören zum Älterwerden.
Es geht bei mir doch nicht ums Schön Aussehen, es geht um meine Standhaftigkeit.
Und die will ich mir noch erhalten. Gerade im Alter habe ich ein Recht darauf!“
Gott sei Dank kam da gerade der Architekt zu mir. „Gnädige Frau“ sprach er mich an (so nennt er mich immer, hach, das höre ich so gerne), beruhigen Sie sich. Die allermeisten Menschen wissen doch, dass es Ihnen nicht um das Äußerliche geht.
Ihr Inneres ist den Menschen wertvoll. Deshalb ist es ihnen wichtig, dass sie der Stadt erhalten bleiben. Und machen Sie sich persönlich mal keine Sorgen um viele Geld, das für Sie ausgegeben wird. Dieses Geld, das von der Gemeinde kommt, das darf nur für Baumaßnahmen eingesetzt werden. Ihre Sanierung, gnädge Frau, geht nicht zu Lasten der Menschen in der Gemeinde.“
Mein Architekt spricht so manierlich. Dann erinnere ich mich an meine eigenen guten Sitten und werde immer respektabel und bewahre Haltung. Wobei: mit diesen Hunderten von Gerüststangen um mich herum kann ich gar nichts anders als Haltung bewahren!
Deshalb mit respektvollem Gruß
Ihre, Eure alte Dame

Unsere Kirche – die „alte Dame“ plaudert …

„Nun ist es soweit! Mein Turm hat ein Korsett bekommen! Endlich! Naja, so ganz wackelig habe ich mich vorher nicht gefühlt, ich war ja stolz auf meine Standfestigkeit. Aber wenn man wie ich 154 Jahre alt ist, braucht man doch allmählich Unterstützung. Und so bin ich nun erst einmal mit dem Gerüstaufbau gesichert.
Es ist ein gutes Gefühl, wenn sich Menschen um mich kümmern. Immerhin war ich im Laufe der Zeiten für so viele ein Ort der Gottesbegegnungen.

Verzeihen Sie bitte, ich werde immer ein bisschen rührselig, wenn ich in die Vergangenheit schaue.

Dabei ist die Gegenwart auch interessant für mich. Ich bin ja immer noch mit der Stadt sehr verbunden. Dass sich sogar Jugendliche für meine Zukunft einsetzen, macht mich richtig munter. Die Konfirmandinnen und Konfirmanden haben sich zum Beispiel die Gottesdienstkollekte für meine Sanierung gewünscht. Wenn ich daran denke, könnte ich vor Freude hüpfen, aber: da ist ja das Gerüstkorsett. Man hat mir auch dringend von spontanen Bewegungen abgeraten.
Und übrigens, keine Sorge! Ich habe dreimal nachgefragt, man hat es mir fest versprochen:

Wenn ich wieder stabiler geworden bin, kommen diese Stahlstangen weg!

Ihr könnt mich dann in neuer alter Pracht bewundern, ich hoffe jedenfalls, dass ich in einigen Monaten frischer aussehe.

Bis dahin! Vielleicht mal im Gottesdienst?

Neuer Gottesdienstplan für die Gottesdienste in der Christuskirche, Beginn immer um 10.00 Uhr

Sonntag, 20. Mai:         Pfingstgottesdienst Pfarrerin Ilona Schmitz-Jeromin

Montag 21. Mai :         Tauferinnerungsgottesdienst  Pfarrerin Michaela Breihan

Sonntag, 27. Mai :        Pfarrerin Ilona Schmitz-Jeromin

Sonntag, 3. Juni :         Pfarrerin i.R. Dorothe Kiel

Sonntag, 10. Juni :       Pfarrer Falk Nerenz

Sonntag, 17.Juni:         Pfarrerin Ilona Schmitz-Jeromin mit dem Kindergarten Almastr.

Sonntag, 24. Juni:        Pfarrer Gernot Ratajek-Greier

Sonntag, 1. Juli :          Pfarrerin Michaela Breihan

Dienstag, 3. Juli:          Ökumenischer Abschlussgottesdienst der Adolf-Feld-Grundschule um 8.15 Uhr mit Pfarrerin Michaela Breihan und Gemeindereferentin Katharina Liedtke.

Sonntag 8.Juli:             Pfarrerin Michaela Breihanfeiert ihren letzten regulären Gottesdienst in unserer Gemeinde – mit Taufen

Dienstag, 10. Juli:        Abschlussgottesdienst Kiga Nohlstr.um 14.30 Uhr in der Ev. Christuskirche mit Pfarrer Ratajek-Greier