Musik im September in der Christuskirche

Im September wird es eine Vielzahl von musikalischen Veranstaltungen geben, einige in Kooperation mit dem Kulturamt und der Musikschule Oberhausen. Kommen Sie vorbei und nutzen Sie diese Vielfalt!!

Sonntag, 2. September 18 Uhr – Evensong mit der Ev. Singgemeinde

Musikalischer Abendgottesdienst mit Chorwerken von Schütz, Brahms, Franck, Stanford, Copland

 

Sonntag, 9. September 10 Uhr – Musikgottesdienst mit allen drei Chören

Sonntag, 9. September 17 Uhr – Orgelmusik zum Tag des offenen Denkmals

Kantor Konrad Paul spielt Orgelwerke von Bach, Schumann, Alain

 

„Hömma“ – Jazzfestival Oberhausen bei uns zu Gast mit zwei Konzerten:

Mittwoch, 12. September 20 Uhr – Quadrivium mit Markus Stockhausen (Trompete), Cello, Piano, Percussion

Freitag, 14. September 19.30 Uhr – „Shatabdi“ – Saxophon und Piano

Eintrittskarten unter www.jazz-in-oberhausen.de und bei der RUHRTourismus

 

Orgelschnuppertag für Entdecker – Samstag, 15. September 11-13 Uhr

in Kooperation mit der Städtischen Musikschule Oberhausenspieltisch-der-orgel

„Die Königin zeigt sich“ – Orgelvorführung, Mitmachaktion, Einblicke und Hintergründe zu unserer Hey-Orgel, Abschluss: kleines Orgelkonzert

Eintritt frei

 

Vorschau: OrgelDreiKlang – Sonntag, den 7. Oktober 15 – 18 Uhr

ökumenische Orgelwanderung durch die City Oberhausens – Christuskirche: Kammermusik

Unsere alte Dame plaudert zum Geburtstag (Samstag, den 4.8.18)


Es ist mir schon ein wenig unangenehm, dass ich zum meinem Geburtstag nicht selber einen Kuchen backen kann, aber im Alter lassen manche Fähigkeiten eben nach. (Wobei, ich geb´s ja zu: ich hab noch nie in meinem Leben einen Kuchen gebacken. Es macht aber Spaß mit dem Alter ein bisschen zu kokettieren)

Haben Sie meine Geburtstagseinladung zum 154. überhaupt bekommen?

Wenn nicht, wiederhole ich sie gerne: Am Samstag, den 4. August, 15.00 Uhr treffen sich alle, die mit mir feiern wollen, im Kirchgarten und vor dem Kirchgarten. Und, wie ich so zart angedeutet habe: es wäre nett, wenn Sie einen Kuchen mitbringen.

Wie es mir sonst so geht? Recht gut eigentlich, mit der Hitze komme ich klar, die Arbeiter sind sehr nett zu mir, sie versuchen sanft mit mir umzugehen und meistens gelingt es ihnen auch. Und wenn doch mal was zwickt, was soll´s, ich weiß ja, wozu es gut ist.

Ich fühle mich auch sehr gewürdigt. Da war vor einigen Wochen schon wieder ein schöner Artikel über mich in der WAZ zu lesen, noch mal Danke an den Journalisten.

Und wenn ich mich so umhöre (ja, wir Kirchtürme verständigen uns ab und zu, aber wie, ist versiegeltes Kirchtürmegeheimnis, das verrate ich also nicht), krieg ich mit, dass ich die meistfotografierte Sanierungskirche bin. Da ist jetzt schon ein Bilderschatz entstanden. Aber das wissen Sie ja von der homepage.

Ach, ich merke, die Hitze macht mich doch ein wenig schläfrig. Ich höre mal auf mit der Plauderei, und erzähle bei meiner Geburtstagsfeier weiter.

Wäre schön, wenn wir uns da sehen!

Ihre heute etwas müde alte Dame

Nächster Evensong am 2. September

Evensong – ein Abendlob nach anglikanischer Tradition mit einem festen Ritus, jahrhundertealt und bis heute lebendig: Auch in der Christuskirche soll in den kommenden Monaten diese attraktive Form zwischen Gottesdienst und Abendmusik einmal monatlich ausprobiert werden.

Der nächste Evensong findet am Sonntag, den 2. September um 18 Uhr mit der Ev. Singgemeinde statt. Zu hören sein werden Motetten, Chorsätze alter und neuer Meister deutscher, englischer und amerikanischer Herkunft: Werke von Brahms, Pepping und Copland. Als festen Bestandteil ein Magnificat von Stanford und ein Nunc dimittis von Melchior Franck.

Die Reihe soll fortgesetzt werden, weitere Termine sind in Planung.

Der Eintritt ist frei, Spenden für die Kirchenmusik werden erbeten.

Die Turmsanierung der „alten Dame“ – eine Fotostrecke

Herr Rolf Krämer, Fotograf aus Oberhausen begleitet und dokumentiert fotografisch die Turmsanierung unserer Christuskirche, der „alten Dame“ und mit über 150 Jahren ältesten Kirche in Oberhausen. An dieser Stelle werden wir so alle Oberhausenerinnen und Oberhausener auf dem Laufenden halten und über die Fortschritte informieren.

2018-07-04 Auf einigen Bildern sind sogenannte Zuganker zu sehen, die den Turm stabilisieren sollen. Um diese einzusetzen wurden erst Probebohrungen gemacht, um zu prüfen, ob sich hinter dem Mauerwerk eventuell Hohlräume befinden. Wurden Hohlräume gefunden, so wurden diese unter Druck mit Spezialmasse gefüllt. Dazu dienten die schwarzen Kunststoffventile.

 

Unsere alte Dame plaudert zum drittenmal

Christuskirche

Bohrung durch das gesamte Mauerwerk für die Ankerschrauben

Also, was man in meinem Alter noch alles mit mir anstellt! Erst zieht man mir einen Arbeitskittel an und dann schnallt man mir auch noch einen Gürtel um.
Der Arbeitskittel hängt so an mir runter. Ich finde, Grün steht mir nicht. Etwas Längsgestreiftes, vielleicht in Kirchentagslila und einem pfingstlichen Weiß wäre mir lieber gewesen. So etwas macht ja auch schlank.

Naja, es ist ja nur ein Arbeitskittel.

Mein Gürtel ist, nebenbei bemerkt, aus Stahl. Den können Sie nicht sehen, der ist unter dem Kittel. Das ist mir auch lieber so. Das ist mir schon etwas peinlich, dass ich einen Stahlgürtel brauche, damit ich nicht aus den Fugen gerate, wenn die Fugen gesäubert werden.

Ich habe Glück, dass ich nicht kitzelig bin. So wie die Arbeiter an mit herumwerkeln.

Zeiger einer der Uhren vor dem Abtransport

Sie schaben und klopfen und bohren und kratzen… Keine Angst, das tut mir nicht weh, ich kichere nur manchmal leise in mich hinein.
Zur Zeit bin ich übrigens zeitlos ( hihi, haben Sie das Wortspiel bemerkt?).

Meine Zifferblätter sind entfernt worden. Die sind vielleicht sogar noch aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts! Dass die so alt sind, hatte ich ganz vergessen. In meinem Alter ist aber Vergesslichkeit gestattet.

Natürlich werden die Zifferblätter, wenn sie restauriert sind, erneut bei mir angebracht.

Ich werde also wieder „up to date“sein.

Und noch etwas: Haben Sie schon gehört, dass Sie meine Glocken nicht hören?
Tja, das „Nicht Glocken Hören“ wird auch noch eine Weile anhalten.
Turmarbeit und Glockenanschläge vertragen sich leider nicht.
Ich find´s auch schade. Aber: man kann eben nicht immer alles haben.
Das hat mich mein langes Leben gelehrt.
Hach, wie weise ich geworden bin!

So grüßt Sie weise und lebensklug

Ihre alte Dame

Egal, was kommt …

Michaela Breihan

 

Adieu!

Egal was kommt, es wird gut, sowieso
Immer geht ne neue Tür auf, irgendwo
Auch wenn´s grad nicht so läuft, wie gewohnt
Egal, es wird gut, sowieso.

(Song „Sowieso“ Mark Foster)

 

 

 

Liebe Gemeinde!

Der Songtext beschreibt meine jetzige Lebenssituation. Die letzten Jahre sind nicht so gut gelaufen, waren insgesamt geprägt von vielen Abschieden.

Wie Sie wissen, ist mein Mann Pfarrer Harald Wilhelm nach längerer schwerer Krankheit am 19. März verstorben. Dies ist für unsere Familie ein tiefer Einschnitt.

In den letzten Jahren habe ich dabei unsere Gemeinde so erlebt, wie man sie sich im Bilderbuch vorstellt. Menschen aus der Gemeinde und dem Presbyterium haben mir den Rücken freigehalten, damit ich meinen Mann über lange Wochen täglich in der Uniklinik besuchen konnte. Sie haben meine Kinder zur Mal- oder Musikschule gefahren, sie am Abend begleitet und vieles mehr gemacht. Dafür bin ich unendlich dankbar. Was ich aber auch gemerkt habe: diese schönen und guten Erinnerungen lähmen mich in meinem Dienst und das ist nicht gut für die Gemeindearbeit. Deshalb habe ich mich auf eine Funktionspfarrstelle beworben und werde ab 1. August 2018 an einem Berufskolleg in Krefeld Evangelische Religionslehre unterrichten. Für mich und meine Kinder „geht ne neue Tür auf“ – damit auch für Sie als Gemeinde, „egal, es wird gut, sowieso“. Auf meine Kollegin Pfarrerin Ilona Schmitz-Jeromin und dem Presbyterium wird in der Übergangszeit viel Arbeit zukommen. Vieles in der Gemeinde ist im Um- und Aufbruch. Ich hoffe, dass Sie sie nach ihren Kräften unterstützen werden mit einem Gebet, Spenden, guten Gedanken und ehrenamtlichen Engagement. Auf Sie alle kommt es an. Sie sind die Gemeinde.

Denn Gott hat uns nicht gegeben den Geist der Furcht, sondern der Kraft und der Liebe und der Besonnenheit. 2. Tim 1,16.

Für Ihre/Eure Zukunft wünsche ich allen Gottes Segen!