Geschichte der Ev. Christuskirche

geschichte ersehnt-erbaut-erhalten-1Die Geschichte der Ev. Christuskirche wurde zum 150-Jahr-Jubiläum in der Ausstellung „Ersehnt ~ Erbaut ~ Erhalten“ ausführlich dargestellt.

Die Hauptschrift umfasst 48 Seiten, die wiederum mit einem umfangreichen Kommentar- und Dokumentationsteil verlinkt ist. Ein Klick auf „Ersehnt ~ Erbaut ~ Erhalten“ öffnet die Hauptschrift als PDF-Format mit 7 MB in einer neuen Seite. (Um die Linkfunktionen zu Kommentar- und Dokumentationsteil nutzen zu können, muss „Ersehnt ~ Erbaut ~ Erhalten“ im Adobe Reader geöffnet werden. Der Kommentar- und Dokumentationsteil besteht aus 47 PDFs mit insgesamt 51 MB – das sollte bei der Wahl der Internetverbindung berücksichtigt werden.)

 

Die Anfänge – Ein kurzer geschichtlicher Rückblick

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Die Evangelische Christuskirche wurde 1864 eingeweiht. Sie ist also gerade einmal 150 Jahre alt, für eine Kirche eigentlich kein Alter. Und doch gehört die Ev. Christuskirche zu den ältesten Gebäude Alt-Oberhausens und dokumentiert so die rasante Entwicklung einer ganzen Region.

Ein Vierteljahrhundert vor ihrem Bau wuchsen Heidekraut und Ginsterbüsche aufweiten sandigen Flächen, und auch die sumpfige Flächen der “Lipperheide” machten diesen Ort für Menschen nicht attraktiver. Doch 1845 wurden Steinkohlevorkommen nachgewiesen. 1846 wurde zudem noch die Köln-Mindener-Eisenbahn fertiggestellt und noch ein Jahr später der Bahnhof “Oberhausen” eröffnet, benannt nach dem gleichnamigen Schloss an der Emscher. Die Bergwerksgesellschaft Concordia teufelte bald darauf ihren ersten Schacht, Industrie siedelte sich an und zum 1.2.1862 wurde aufgrund einer Kabinettsorder der preußischen Regierung die Bürgermeisterei Oberhausen gegründet (mit etwa 6.000 Menschen).

1853 fanden erste Bibelstunden statt und erste evangelische Gottesdienste wurde gefeiert. Seit 1854 unterrichtete Joh. Gustav Adolf Feld die Kinder evang. Familien: Das alles geschah im Wohnhaus Rubbert an der Mülheimer Chaussee. 1857 wurde die ev. Schule eingeweiht, ein Jahr später kam der erste Pfarrverweser nach Oberhausen (der erste Schritt zur Selbstständigkeit). Der Bau eines ersten Pfarrhauses wird für das Jahr 1860 überliefert. Und am 3. März 1864 wurde schließlich die “Evangelische Gemeinde in Oberhausen” errichtet.

Zeitgleich mit der Eigenständigkeit der Gemeinde wurde eine Kirche geplant und gebaut. Betraut wurde mit dieser Aufgabe der Königl. Baumeister Maximilian Nohl (1830-1863). Die Grundsteinlegung der ersten evangelischen Kirche Oberhausens fand am 28. Mai 1863 statt. (Die heutigen Stadtteile Sterkrade und Osterfeld waren bis 1929 selbstständig). Nur wenige Tage später, am 9. Juni 1863 verstarb Max Nohl und der Baumeister Kind übernahm die Bauleitung und vollendete nach Nohls Plänen den Kirchbau. Feierlich eingeweiht wurde die Christuskirche am 4. August 1864.

Zahlen und Zahlenspiele

Höhe des Turmes: ca. 36, 5 m
Höhe des Turmkreuzes: ca. 2, 5 m
Breite der Kirche: ca. 18 m
Länge der Kirche: ca. 43 m
Einweihungsjahr der Kirche: 1864
Anzahl der Orgelpfeifen: 1864
Die Breite (18) vor der Länge (43) ist 1843 und die Quersumme
der Höhen (3+6+5+2+5=21) addiert (1843+21): 1864

Die Ev. Christuskirche erlebte im Laufe der Jahre und Jahrzehnte eine Vielzahl von Umbauten. Es begann bereits 11 Jahre nach der Einweihung, 1875, mit dem Einbau von Emporen um dem Raumbedarf der rasch wachsenden Gemeinde gerecht zu werden. In den dreißiger Jahren des 20. Jahrhunderts wurde die Apsis neugestaltet und die Sakristei neugebaut. Während des II. Weltkrieges trafen Bomben mehrmals die Christuskirche und 1943 brannte sie vollkommen aus.

Der Wiederaufbau der Christuskirche erfolgte 1950/1951. Unter anderem nahmen die sechsseitigen Stahlbetonsäulen die Stellung der alten Holzpfeiler auf; auf den Wiedereinbau der Seitenemporen wurde verzichtet; und der Turmhelm wurde um etwa die Hälfte der ursprünglichen Höhe verkürzt! 1959 entstanden die fünf Chorfenster, dabei wurden die äußersten Apsisseiten für das linke und das rechte Fensterbild geöffnet. Die letzte große “Bautätigkeit” war 1988 die Renovierung der Ev. Christuskirche.

Anfang der 2000er Jahre sind insgesamt neun Antependien für den Altar der Ev. Christuskirche angefertigt worden.

Abschließend sei noch die neue Hey-Orgel aus dem Jahre 2001 erwähnt, zu der Sie interessante Informationen in der Rubrik “Die Hey-Orgel” finden.