Taifun Haiyan: Diakonie Katastrophenhilfe leistet Soforthilfe – fast 10 Millionen Menschen betroffen

Hilfseinsatz unter erschwerten Bedingungen

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Die erste Nothilfe für die Menschen in den Philippinen ist angelaufen. Die größte Herausforderung für die Helfer von CDRC (Citizen’s Desaster Response Network), der langjährigen Partnerorganisation der Diakonie Katastrophenhilfe, ist der Zugang zur Schneise der Zerstörung. „Die Helfer kommen nur langsam vorwärts“, berichtet Martin Keßler, Leiter der Diakonie Katastrophenhilfe. „Dort, wo unsere Helfer hinkommen, wird jedoch bereits Soforthilfe geleistet. Wir bringen den Opfern Lebensmittel (Reis, getrockneter Fisch, Sardinen, Zucker und Öl), Decken, Planen, Kleidung und Hygiene-Sets (Seife, Handtuch, Zahnbürste).

Unsere Partner vor Ort haben diese Dinge bereits vorab auf Lager gehabt und können sie trotz der schwierigen Situation nun verteilen.“

10 Millionen Betroffene

taifun_plakat_page_001Insgesamt sind fast zehn Millionen Menschen betroffen. Unter den Betroffenen sind auch Menschen auf der Insel Bohol, die bereits Mitte Oktober vom schweren Erdbeben der Stärke 7,2 erschüttert wurde. Da Flughäfen zerstört, Straßen unpassierbar sind und auch viele Häfen für Frachtschiffe betroffen sind, wird die Hilfe mit kleinen Booten über den Wasserweg organisiert.

Ressourcen des Landes nutzen

Das CDRC hat seinen Hauptsitz in Manila und koordiniert von dort die Bedarfsanalyse und Hilfsmaßnahmen. CDRC unterhält 16 Zentren auf den gesamten Philippinen, über die Informationen gesammelt und Hilfsgüter verteilt werden. Viele Lebensmittel und Bedarfsgegenstände können in anderen Regionen der Philippinen beschafft und per Schiff in die Katastrophengebiete gebracht werden. Dadurch kann die Wirtschaft der Philippinen gestärkt werden, bleiben Arbeitsplätze erhalten, was den Wiederaufbau in den nächsten Monaten und Jahren erleichtert.

 Frühwarnsystem rettet Menschenleben

Für erste Hilfsmaßnahmen hat die Diakonie Katastrophenhilfe rund 700.000 Euro bereitgestellt. Die lokale Partnerorganisation CDRC hat langjährige Erfahrung mit Naturkatastrophen. Mit ihr arbeitet die Diakonie Katastrophenhilfe seit Jahren daran, den Katastrophenschutz und die Vorsorge auszubauen, um die Menschen in den besonders bedrohten Gemeinden besser auf solche Katastrophen vorzubereiten. Neben regelmäßigen Evakuierungsübungen und Kursen zu Erster Hilfe und Bergungsaktionen gehört dazu auch die Einrichtung von Frühwarnsystemen, damit sich die Menschen rechtzeitig in Sicherheit bringen können. 128 Gemeinden haben in den letzten Jahren davon profitiert. Wirbelstürme wird es weiter geben. Doch sollte ihre Intensität infolge des Klimawandels weiter so stark zunehmen, wird das zur neuen Gefahr.

 Nothilfeset für 10 Euro

Die Diakonie Katastrophenhilfe bittet dringend um Spenden unter dem Stichwort „Philippinen“. Für 33 Euro kann ein Sack Reis gekauft werden für 6,60 Euro eine Schlafmatte und Decke und ein Hygiene-Kit kostet umgerechnet 3,30 Euro.

Diakonie Katastrophenhilfe Rheinland:
Konto 1023, Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank, BLZ 350 601 90

Diakonie Katastrophenhilfe Westfalen:
Konto 21 000 35 033, Bank für Kirche und Diakonie eG – KD-Bank, BLZ 350 601 90

Online-Spende: www.diakonie-katastrophenhilfe.de

Die Karte zeigt die Regionen, in denen die Diakonie Katastrophenhilfe über ihren Partner CDRC Nothilfe leistet.

Jedes „V“ steht für Orte an denen Verteilungen stattfinden. Die Abkürzungen sind die verschiedenen regionalen Zentren, von denen aus diese Aktionen organisiert und durchgeführt werden.

Fürbitte

Großer Gott,
wir bitten dich für die fast 10 Millionen Menschen, die von den Zerstörungen betroffen sind, die der Wirbelsturm auf den Inseln der Philippinen hinterlassen hat.

Wir bitten dich für die, die in diesem Sturm ihr Leben verloren haben.
Gib du ihren Seelen deinen Frieden.

Wir bitten dich für die Angehörigen der noch nicht zählbaren toten Menschen, lass sie nicht verzweifeln über den schrecklichen Verlust.

Wir bitten dich für all die Verletzten, die teils noch ohne medizinische Hilfe auskommen müssen.

Gib ihnen die Kraft, zu überstehen, um so bald wie möglich gesund zu werden.

Wir bitten dich für alle, die so vieles verloren haben: Ihre Häuser, ihr Hab und Gut, ihre Existenz, ihre Lebensgrundlage.

Schenke ihnen Mut, sich an den Wiederaufbau zu machen.

Wir bitten dich für die, die helfen, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unserer Partnerorganisationen.

Stärke sie für die Arbeit, die ihnen bevorsteht.

Wir sind überwältigt von der Stärke dieser Naturkatastrophe. Wir vertrauen auf die Erfahrungen derer, die wissen, wie man helfen kann.

Wir legen dir diese Arbeit ans Herz. Sei jetzt den Menschen auf den Philippinen besonders nahe und erbarme dich ihrer.

Amen

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