Ausbildung für Ehrenamtliche in der Notfallseelsorge

Spätestens seit der Loveparade-Katastrophe vor gut zwei Jahren in Duisburg ist sie als Hilfsangebot im Bewusstsein der meisten verankert: die Arbeit der Notfallseelsorge. Notfallseelsorge nimmt auf, was die Kirchen immer schon angeboten und geleistet haben und was zu ihrem Selbstverständnis zählt: die Begleitung von Menschen in Krisen, angesichts von Sterben und Tod, Leid und Schuld.

Seit über einem Jahrzehnt gibt es dieses Angebot auf ökumenischer Basis auch in Oberhausen – organisiert als ein kirchlicher Dienst in der städtischen Berufsfeuerwehr. Bisher alleine von Hauptamtlichen aus den Bereichen Beratung und Seelsorge getragen, soll dieses wichtige Angebot nun durch Einbeziehung von Ehrenamtlichen auf eine breitere Basis gestellt werden.

Interessierten wird dazu ab Januar 2013 ein anspruchsvoll gestalteter Ausbildungskurs angeboten. An 17 Dienstagabenden ab 19. Februar, jeweils von 18 bis 21 Uhr, sowie ganztägig an zwei Samstagen (25. Mai und 9. November) werden die elf Module der Ausbildung behandelt. Vorgeschaltet sind persönliche Auswahlgespräche am 10., 11., 17. und 18. Januar, bei denen Interessen und Eignung festgestellt werden sollen. Die Ausbildungsinhalte richten sich nach vereinbarten Qualitätsstandards und Leitlinien, die von den beteiligten Institutionen aufgestellt wurden Voraussetzung für eine Teilnahme ist die Mitgliedschaft in einer zur „Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen“ (ACK) gehörigen Kirche, das Mindestalter von 25 Jahren, körperliche und psychische Stabilität und Belastbarkeit, ein gewisses Maß an Flexibilität und Bereitschaft zur Übernahme von Rufbereitschaften auch über Nacht, sowie PKW-Führerschein (ein entsprechendes Dienstfahrzeug steht den Notfallseelsorgerinnen und -seelsorgern für die

Einsatzzeit zur Verfügung).

Die elf Module behandeln (in Auswahl) Themen wie „Worte und Rituale“, „Grundlagen der Psychotraumatologie“, „Kultur und Religionen“, „Besondere Zielgruppen“ oder „Stressbewältigung“.

Weitere Informationen zu diesem Angebot sind zu erhalten bei Pfarrerin Michaela Breihan von der Evangelischen Kirche (Tel. 0208-2995460 / E-Mail: michaela.breihan@ekir.de) und Berthold Rzymski von der Katholischen Kirche (Tel. 0208-675209 / E-Mail berthold.rzymski@gmx.de). Von diesen werden ab sofort auch formlose Voranmeldungen mit Name und Adresse entgegengenommen.

Andreas Odlozinski, Notfallseelsorge-Team

 

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